Sineu liegt genau in der Mitte der Insel, und der Mittwoch ist der Tag, an dem sich das ganze Umland dort trifft. Der Markt gilt als der älteste Mallorcas, ein Privileg von König Jaume II. aus dem Jahr 1306, und er ist bis heute kein Touristenmarkt geblieben, auch wenn ab zehn Uhr die Busse kommen. Wer früh da ist, sieht, wofür er einmal gemacht wurde.
Um neun Uhr auf dem Tierplatz
Unten am Rand des Ortes, auf dem Platz beim alten Bahnhof, stehen die Käfige und Pferche: Hühner, Kaninchen, Enten, Ziegen, manchmal ein Esel und fast immer ein paar schwarze Schweine, die porc negre, aus denen die Sobrassada wird. Hier wird noch verhandelt, und ein Handschlag ist ein Vertrag. Es ist laut, es riecht, es ist echt. Unsere Gäste stehen jedes Mal zehn Minuten länger da als geplant.
Dann hinauf zur Kirche
Die Gassen ziehen sich den Hügel hinauf bis zur Kirche Santa Maria mit dem geflügelten Löwen davor. Links und rechts Stände mit Gemüse vom Feld, Oliven, Käse, Ensaimada, Lederwaren, Töpferware aus Pòrtol. Wer Pa amb oli mag, kauft hier Tomaten, Öl und Brot und isst es auf einer Bank vor der Kirche. Wer es bequemer mag, setzt sich in einen der Cellers, die alten Weinkeller mit den großen Fässern, und bestellt Frit mallorquí.
Mit dem Rad hin und zurück
Auf der Sternfahrt Ariany/Sineu ist der Mittwoch bewusst die kürzeste Etappe: 40 Kilometer, damit vom Markt genug bleibt. Wer in Sineu wohnt, geht zu Fuß. Wer in Ariany oder Petra wohnt, hat zehn flache Kilometer. Und wer von weiter kommt, nimmt den Zug ab Palma oder Manacor, der Bahnhof liegt direkt am Tierplatz. Räder fahren kostenlos mit.
Ein Tipp noch: Nehmt eine Radtasche mit Platz. Es kommt jedes Mal mehr mit zurück, als man vorhatte. Kette rechts, euer Radundfinca-Team